Webworker – Mein Tagesablauf

5. August 2011 · 3 comments

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Eigentlich wollte ich in meinem zweiten Blogbeitrag darauf eingehen was die Leser in meinem Blog in Zukunft erwarten wird. Aber der Webmaster Friday kam mir dazwischen mit einem passenden Thema. Das Thema der Woche lautet: Wann beginnt Dein Arbeitstag und wie ist er strukturiert?

Da ich mich ja bereits im ersten Blogbeitrag als Webworker geoutet habe, passt es ganz gut als Folge-Post mal über meinen Tagesablauf zu schreiben.

Der Tagesablauf eines Webworkers

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und die Tagesabläufe sehen doch oft sehr ähnlich aus. Fabian Rossbacher hat das ganze sehr passend mit einem Filmtitel beschrieben: Und täglich grüßt das Murmeltier.

Webworker

S. Hofschlaeger / pixelio.de

Ich sehe da durchaus Parallelen zu Fabian. Bei mir ist es so das unser kleiner Sohn so zwischen 6 und 6.30 Uhr aufwacht und dann ist es natürlich abrupt vorbei mit Schäfchen zählen. Ich habe dann ca. 10 – 15 Minuten in denen meine Frau den Kleinen fertig macht, sprich Zähneputzten und anziehen. In der Zeit checke ich mit meinem Android Smartphone (bin kein Apple-Fanboy) erstmal meine mails, dann schaue ich auf meine wichtigsten Seiten, ob noch alles seine Richtigkeit hat.

Dann noch schnell meine RSS Feeds über den google Reader abrufen und über die Überschriften fliegen um stichwortartig zu sehen was es neues gibt. Sollte ich dann noch immer Zeit haben, werfe ich noch einen Blick in meinen google+ Stream.

Dann wird erstmal geduscht, gefrühstückt, Kaffe getrunken und paar Minuten mit den Kids gespielt. Gegen 8 Uhr wird dann der Rechner hochgefahren. Anschließend wiederholt sich das Ritual und ich schaue was ich in den letzten 90 Minuten verpasst habe.

Ist das erledigt, schaue ich meine Seiten an und beantworte dort Private Nachrichten und öffentliche Anfragen etc. Anschließend kümmere ich mich ca. 30 Minuten um Social Media Portale, Status-Updates bei twitter, und Facebook Fanpages.

Dann versuche ich vor 12 Uhr auf jeden Fall einen Artikel redaktionell erstellt zu haben. Dazwischen und nebenher natürlich die unzähligen emails beantworten, Dinge organisieren, Termine ausmachen etc.

Um 12 Uhr ist meist gekocht. ;)

Nach dem Essen gehts wieder relativ zügig an den Rechner, Content erstellen, SEO, Auswertungen, Analysieren, Partnerprogramme, Kooperationen und alles was so anfällt. Gegen 16 Uhr versuche ich dann den zweiten Artikel mit Mehrwert zu verfassen. Zwischendurch natürlich wieder facebook, twitter, emails etc.

Um 18.30 Uhr fällt der Hammer. Dann unternehme ich was mit meinen Kids, oder arbeite noch was am Haus, Rasenmähen oder was auch immer. Wenn dann die Kinder im Bett sind (der älteste gegen 20 Uhr), gehts auf die Couch.

Wenn kein Fußball läuft bevorzuge ich das Laptop vor dem Fernseher. Den Abend nutze ich bewusst um neue Ideen zu sammeln, hin und wieder kommt es aber auch mal vor, dass ich plötzlich wieder voll in der Arbeit stecke.

Du hängst doch den ganzen Tag im Internet

Ich habe oft ein Déjà-vu: Gerade jetzt wo wir noch einiges fürs Haus machen, stehen ja noch diverse Anschaffungen an. Meine Frau fragt mich dann abends schonmal: Was guckst Du denn jetzt schon wieder? Ich antworte dann was ganz banales wie z.B. Ich schaue mal nach Pflastersteinen für unsere Terrasse. In dem Moment merke ich dann wie man Frau ganz entgeistert sagt, Du sitzt den ganzen Tag vorm Internet, als ob Du noch nicht danach geguckt hättest?

Nein habe ich nicht, weil dazu überhaupt keine Zeit ist, und der Arbeitstag trotz 10- 13 Stunden ohnehin schon wie im Flug vergeht. Ich bin wirklich jemand, dem der Tag liebend gerne mehr als nur 24 Stunden haben könnte.

Wer hat das eigentlich mal fest gelegt, da hatten doch bestimmt diverse Gewerkschaften Ihre Finger im Spiel. ;)

Fazit: Als Webworker bekommt man nichts geschenkt

Fazit ist, als Webworker muss man schon was tun damit alles läuft. Etliche Freunde sagen mir immer, 10 oder 12 Stunden vorm Rechner sitzen, dass könnte ich gar nicht. Die sind froh nach 8 Stunden Ihren Arbeitsplatz verlassen zu können und Feierabend zu haben.

Ich wette aber mein 13 Stunden Tag vergeht schneller, als deren 8 Stunden Tag. Seitdem ich mein Geld hauptberuflich im Inernet verdiene, habe ich zumindest noch nicht einmal auf die Uhr geschaut und habe gedacht: Wann ist der Arbeitstag endlich vorbei. Im Gegenteil, meist gehts mir so, dass ich schaue und mir dann denke, dass darf doch nicht wahr sein, gleich ist schon wieder Feierabend und wo ist die Zeit schon wieder geblieben?

Bild: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Artikel von

André hat hier bisher 2 Beiträge gebloggt.

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Timo August 8, 2011 um 09:57

Interessanter Artikel, aber auch ein sehr stressiger Alltag. Hast Du irgendwas zum Ausgleich?

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